Die Jakobsmuschel oder auch
Pilgermuschel ist das „Erkennungszeichen“ der Pilger. Die Muschel wird vom
Pilger außen am Rucksack getragen. Hierdurch gibt sich der Pilger zu erkennen.
Der heilige Jakobus trägt die Muschel auf
Zeichnungen oder Skulpturen häufig am Hut oder am Gürtel.
Traditionell war sie das Trinkgefäß der Pilger. Der Pilger schöpfte mit der Muschel Wasser und trank dann daraus. Die Muschel wurde vom Pilger nach seiner Pilgerschaft mit Stolz nach Hause getragen und häufig bis zum Tode verwahrt. Vielfach wurde die Muschel nach dem Tod des Pilgers, auf dem Grab abgelegt. Zeugte sie doch von der Pilgerreise seines Besitzers.
Traditionell war sie das Trinkgefäß der Pilger. Der Pilger schöpfte mit der Muschel Wasser und trank dann daraus. Die Muschel wurde vom Pilger nach seiner Pilgerschaft mit Stolz nach Hause getragen und häufig bis zum Tode verwahrt. Vielfach wurde die Muschel nach dem Tod des Pilgers, auf dem Grab abgelegt. Zeugte sie doch von der Pilgerreise seines Besitzers.
Für den Pilger des Mittelalters war somit die Muschel der Nachweis der Pilgerschaft nach Santiago de Compostela, zum Grab des heiligen Jakobus. Seit dem 13. Jahrhundert wird dem Pilger eine Urkunde, die Compostela ausgehändigt, die seit dem die Pilgerschaft belegt.
Aufgrund einer Legende wurde die Muschel, im Mittelalter, zum Symbol der Pilger. Der Legende nach machte sich ein Ritter auf den Weg, um dem Schiff mit dem Leichnam des Apostels Jakob entgegen zu eilen. Das Schiff war auf dem Weg zur Küste Spaniens. Der Ritter geriet jedoch ins Meer und versank dort im Wasser. Durch wundersame Weise rettete Jakobus dem Ritter das Leben und brachte ihn zurück an Land. Zurück am Ufer war der Körper des Ritters vollständig mit Muschel überseht. Hierdurch wurde die Muschel zum Schutzsymbol der Pilger.
Mit der Muschel werden heute auch die zahlreichen Jakobswege gekennzeichnet. Man finde die Muschel in den Straßen der Städte eingelassen, als stilisierte Zeichnung auf Granitsäulen oder auch an Mauern oder Hauswänden. Die Lage der Muschel als Wegweiser, zeigt dem Pilger immer die Richtung nach Santiago de Compostela. Die Stelle, an der die Muschelhälften ursprünglich zusammen waren, symbolisiert das Ziel der Reise, das Grab des Apostels. Leider sind die Muscheln nicht überall richtig herum angebracht. Kreative Köpfe waren mit unter der Meinung, dass die „Rippen“ der Muschel nach Santiago weisen. Daher weisen heute zusätzliche Pfeile unmissverständlich den Weg.
| Granitsäule in Galizien (die stilisierte Muschel weist den Weg) |
Auch im Zusammenhang mit Karl dem Großen gibt es eine Bestätigung für die Bezeichnung „Sternenwege“. Am Aachener Karlsschrein findet man hierzu eine Inschrift aus dem Jahr 1215. Demnach hatte Karl der Große eine Erscheinung. Im Traum prophezeite ihm der heilige Jakobus, dass er sein Heer nach Galicien, also zur Provinzhauptstadt, Santiago de Compostela, führen soll. Dort heißt es: „Du hast am Himmel die Sternenstraße gesehen und das bedeutet, dass du an der Spitze eines mächtigen Herres nach Galicien ziehen wirst, und das gleich dir alle Völker dorthin pilgern werden, bis zum Ende aller Zeiten …“.