Sonntag, 17. April 2016

Einschränkungen

Oh je, Herbergen mit 50 Betten und mehr, Gemeinschaftsduschen, keine Privatsphäre, ca. 5 Wochen mit 2 Unterhosen, 2 Paar Socken, 2 T-Shirts, 2 Hosen … dies sind sicherlich genug Gründe, um auch hier wieder einen Rückzieher zu machen. Aber … oh ho … mal ein positives ABER (!) … aber, ich denke, dass ich mich hieran gewöhnen werde.

Ich werde lernen, mit wenigen Dingen auszukommen, jeden Abend meine Sachen zu waschen, mich selbst bei der Pflege und Hygiene nicht zu vernachlässigen und ich werde auch … zumindest manchmal … in Schlafsälen Ruhe und Erholung finden. Und wenn ich mal Zeit für mich brauche, werde ich wohl auch kein Problem damit haben, ein Einzelzimmer in einer Pension zu nehmen. 

„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“!

„Eines Tages fällt dir auf, dass du 99 % nicht brauchst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck“. 

Das Xavier Naidoo und Silbermond mit diesen Zeilen Recht haben, werde ich wohl selbst sehr schnell herausfinden.

Es sollte schon der Camino Francés, der „Französischer Weg“, also der klassische Jakobsweg sein. Der Camino Francés führt von Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostela. Insgesamt sind es 800 Kilometer, nicht gerechnet, dass man sich auch mal verlaufen kann. Und mehr als 8 Kilogramm Gepäck, plus 2 Liter Wasser wollte ich nicht mitnehmen. Mal sehen, ob ich meine Vorgaben einhalten werde ... „dieser Weg wird kein leichter sein, ...“ „denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck“.