Donnerstag, 21. Juli 2016

Probewandern – Part II

Am vergangenen Sonntag waren wir, also der Paul und ich, wieder unterwegs. Bei leicht veränderter Streckenführung erreichte ich mit Paul nach ca. 25 Kilometern, in knapp 5 Stunden das Ziel.

Nach den Erkenntnissen der ersten Probewanderungen bestückte ich Paul diesmal mit 2 Litern Wasser. Insgesamt kam er so auf ein stattliches Geweicht von ca. 10,5 Kilogramm. Also echte Realbedingungen!

Auch das Wetter trug seinen Teil dazu bei, dass ich die Ausrüstung weiter testen konnte. Bereits nach 5 Kilometern setzte leichter Nieselregen ein, so dass der Paule unter seiner Regenhülle verschwinden konnte und so sein Raincover zum Einsatz kam. Auch hier bewies sich wieder, dass Paul optimal ausgestattet ist. Der perfekte Partner also! :-) Mit wenigen Handgriffen war die Ausrüstung gegen den Nieselregen geschützt und es konnte weitergehen.
Nach ca. 15 Kilometern bekam ich kleinere Bedenken hinsichtlich meiner Schuhe. Es schien mir, dass meine Füße unter Last nicht ausreichend Platz im Schuh haben. Ich hatte das Gefühl vorne anzustoßen. Bereits nach der ersten Probewanderung hatte ich Schmerzen in den längsten Zehen. Ich glaubte zu diesem Zeitpunkt jedoch, dass der Fußnagel wohl zu lang sein, obwohl er eigentlich nicht danach aussah. Tapfer hielt ich auch diesmal durch und spulte meine Kilometer ab.
Das Wetter klarte zwischenzeitlich wieder auf, so dass das Raincover wieder im Bodenfach verschwinden konnte. Aufgrund der veränderten Streckenführung kam ich durch ein kleines Wäldchen und über sehr matschige Wege. Hier zeigte sich, dass die Wanderstöcke sehr viel Sicherheit auf rutschigen Untergrund bieten können. Auch automatisierte sich meine Stocktechnik zunehmend, so dass die Treffer meiner eigenen Füße mehr und mehr ausblieben.
Auf dem letzten Viertel des Weges war ich mir sicher, dass meine über einen Zeitraum von einem Jahr eingelaufenen Wanderstiefel, im wahrsten Sinne des Wortes „eingelaufen“ sind, aber halt nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Es ist scheinbar so, dass meine Füße platter oder länger geworden sind. Nunja, mit den Schuhen, werde ich mich zumindest nicht auf den „Weg“ begeben. Es müssen tatsächlich 6 Wochen vor Abflug neue Wanderstiefel her. :-(
  
Tja, man ist halt auf dem „Weg“ nicht vor Überraschungen geschützt und so ereilte mich erneut eine Erkenntnis des Tages: „Der dicke Paul macht Füße länger!“ Egal, „et is wie et is“ und „et kütt wie et kütt“ … wie der Rheinländer so sagt. In jedem Fall müssen längere Stiefel her und das „gschwind“ wie der Schwabe sagen würde. ;-)