Hannover - Lyon - Biarritz - Saint-Jean-Pied-de-Port
So, heute war es soweit. Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker und um 7:15 Uhr war Abfahrt zum S-Bahnhof und weiter ging es mit der S-Bahn zum Flughafen. Dann zunächst mit dem Flieger nach Lyon und anschließend nach Biarritz, wo wir dann etwas verspätet gegen 16:55 Uhr gelandet sind.
Dann ab uns Taxi. Bei dem Taxifahrer hatte ich jedoch das Gefühl, dass man eine Orientierungsfahrt machen würde, dabei wollte ich doch nur zum „Gare du Bayonne“, dem Bahnhof von Bayonne. Nach einer gefühlten Ewigkeit, bin ich doch noch am Bahnhof angekommen. Nun kam die große Überraschung: der Fahrkartenautomat konnte deutsch! Jedoch kannte er Saint-Jean-Pied-de-Port nicht. Na toll! Ich probierte verschieden Schreibweisen und kurz vor der Kapitulation … siehe da … geht doch! Was mich letztlich zum Ziel führte, bleib ein Geheimnis!
Der Zug war dann die nächste Überraschung … nur ein Wagon! Hmmm … nun ja, rein und hinsetzen! Aber siehe da, das kurze Ding war letztlich rappel voll! Auf Grund der Enge kam man schnell ins Gespräch. Mit mir auf der vierer Ecke saßen drei Mädels aus Südafrika. 10 Tage hatten die Drei Zeit, dann geht’s zurück zu den Kindern. Wie weit sie innerhalb der Zeit kommen wollten, wussten sie nicht. Los gehen. Ankommen. Fertig! Prima Einstellung! Nur die lackierten Nägel passten so gar nicht zum Camino. Wahrscheinlich werden die drei mich morgen locker überholen …
Neben uns saßen zwei Mädels aus Israel. 54 Tage haben sie für den Camino, aber … in der Luxus-Variante, mit manshohem Koffer! Der Koffer wird von einer Organisation transportiert, während die Mädels mit ‚nem Daypack unterwegs sind. O.k. … gar nicht so schlecht!
| Ankunft in Saint-Jean-Pied-de-Port |
| ... nach dem Regen ... kommt der Regenbogen! |
Die Fahrt verging recht schnell und nach einer guten Stunde waren wir um kurz nach 19 Uhr in Saint-Jean-Pied-de-Port … und pünktlich setzte leichte Nieselregen ein. Willkommen im Pilger-Leben.
Erkenntnis des Tages: „Da bin ich!“