Die Nacht war sehr gut, schließlich habe ich auch in meinem Hotelzimmer einen ungewohnten Luxus genossen. Mit etwas Wehmut machte ich mich auf den Weg. Schnell noch zum Frühstücken in ein Restaurant. Kaum habe ich Platz genommen tauchte Monika auf und dann folgten auch schon Jana, Julia und Max. Jana und Max müssen heute pausieren … die Füße verweigern ihren Dienst.
Es war sehr schön, dass wir uns alle noch einmal getroffen haben. Jana und Max werde ich dann erst in Burgos sehen. Alles gute euch Beiden und erholt euch gut!
Das Wetter war kühl und etwas feucht, aber es war wenigstens trocken. Ich machte mich zusammen mit Julia auf den Weg. Der Weg heraus aus der Stadt war ganz nett. Hübsch sind die Wege, die rein oder raus aus den größeren Städte führen nie, aber am heutigen Tage ging es sogar.
Schnell wurde es wieder ländlicher und unser anfänglich sehr langsames Tempo reichte Monika, um uns zügig wieder einzuholen. Es ist immer gut Monika um sich zu haben, sie verbreite immer gute Laune und weiß immer eine Geschichte zu erzählen.
Nach ca. 7 Kilometern kamen wir nach Grañón. Der Ort war etwas ausgestorben. Leider gab es auch keine Einkaufmöglichkeit, so dass wir den Rastplatz am Ortsausgang für eine Pause nutzten. Die Bänke waren zwar etwas feucht, aber die Aussicht war sehr schön. Auch gab es einen Brunnen mitfrischem Wasser. Das werde ich heute noch brauchen!!!
Eine etwas aufdringliche kleine Katze war der Ansicht, dass wir unsere Zwischenmahlzeit mit ihr teilen sollten. Als das Tier zu aufdringlich wurde, teilten wir einen Becher Wasser mit ihr, womit wir jedoch nicht ganz ihren Geschmack getroffen hatten. ;-)
Auch George gesellte sich zu uns. Beeindruckend wie weit er bisher gekommen ist und wie schnell er ist. Auch wenn er seinen schweren Rucksack transportieren lässt, so geht er doch Kilometer um Kilometer zu Fuß. Respekt!
Ich machte mich von hier aus alleine auf den Weg.
Der Weg führte hauptsächlich an landwirtschaftlichen Flächen vorbei. Einige Hügel waren zu überqueren.
Dann kam ich nach Redecilla del Camino. Hier verläuft die Grenze zwischen den Regionen „Rioja“ und „Kastillien und León“. Im Ort legte ich eine erneute Pause ein und ließ mich von Monika, Julia und George einholen. ;-)
Nach zwei Gläsern Cola ging es auch schon weiter. Nun wurde es wieder sehr heiß. Aus der Entfernung konnte man bereits die Bundesstraße erkennen, an der der weitere Weg verlaufen wird. Dann sahen wir einen PKW auf der Schotterpiste uns entgegenkommen. Wir wunderten uns doch sehr, was das soll … jedoch verteilten die Insassen aus dem Fahrzeug heraus eisgekühlte Wasserflaschen … mit Werbung für eine Herberge. Nun gut! Gerne nehme ich das kühle Nass und war anschließend voller Energie. Mein Motor lief nun fast von allein.
Die monotone Art zu gehen, an dieser etwas unschönen Stelle des Caminos, wurde durch die Autofahrer begleitet. Viele Fahrzeuge grüßen die Pilger mit Handzeichen oder mit einem aufmunternden Hupen. Es war schön zu sehen, dass die Leistung der Pilger so positiv reflektiert wird.
Nach einem fast endlosen Laufen entlang der Bundesstraße kam ich nach Belorado. Kurz noch ein Stopp an einem Brunnen zu erfrischen und schon ging es weiter.
Jana war derweil in Belorado angekommen und ich verabredete mich mit ihr auf dem Hauptplatz zu einen kurzen Zwischenstopp.
Dort angekommen waren Jana und Max auch kurz nach mir auf dem Platz. Jana telefonierte für mich mit dem Hospitalero in Espinosa, der dieser nur spanisch sprach und reservierte ein Zimmer. Nun konnte ich entspannt weiter und hatte mein Bett sicher … oder???
Der Weg aus Belorado war schnell bewältigt.
Ab Tosantos setzte leichter Regen ein. O.K. was soll‘s, die letzten 3 ½ Kilometer schaffe ich jetzt auch noch.
Etwas müde kam ich dann in Espinosa del Camino an. Puhhh, jetzt nur noch was trinken, da meine Reserven aufgebraucht waren, dann ne Dusche und alles ist wieder gut …
Irgendwie sah alles sehr geschlossen aus. Ich machte mich durch rufen und klopfen bemerkbar. Ein älterer Mann kam mit leidendem Gesicht aus dem Haus und hielt sich den Arm. Er versuchte mir zu verdeutlichen, dass er sich wohl nach unserem Telefonat, den Arm verletzt hat und ich dort nun nicht schlafen kann. Ich sollte weiter bis Villafranca Montes de Oca! Watttt??? 3 ½ Kilometer weiter??? Nö, ich kann nicht mehr, habe kein Wasser mehr! Aber alles jammern half nicht … „buen Camino“ und die Tür war zu!?
Man kann sicherlich darüber spekulieren, ob er die Herberge für einen Pilger öffnen wollte oder ob die Verletzung tatsächlich auch vorlag. Nun gut! Ich schleppte mich zur nächsten Bank, telefonierte mit der Herberge im nächsten Ort, wo man mir bestätigte, dass ich ein Bett haben könne.
Mit letzter Kraft, begleitet vom Wechselspiel zwischen Sonne und Regen schleppte ich mich nach Villafranca Montes de Oca. Zunächst suchte ich noch den Eingang zur Herberge … aber ein „Indianer“ zeigte mir den Weg … oh je, ich bin dehydriert … ich sehe Indianer! Dort angekommen musste es schnell gehen, Duschen, Waschen, Essen, hinlegen und eingeschlafen! Was für ein Tag!
Erkenntnis des Tages: Es läuft nicht immer so wie geplant, aber am Ende wird dennoch alles gut!
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Es war sehr schön, dass wir uns alle noch einmal getroffen haben. Jana und Max werde ich dann erst in Burgos sehen. Alles gute euch Beiden und erholt euch gut!
Das Wetter war kühl und etwas feucht, aber es war wenigstens trocken. Ich machte mich zusammen mit Julia auf den Weg. Der Weg heraus aus der Stadt war ganz nett. Hübsch sind die Wege, die rein oder raus aus den größeren Städte führen nie, aber am heutigen Tage ging es sogar.
Schnell wurde es wieder ländlicher und unser anfänglich sehr langsames Tempo reichte Monika, um uns zügig wieder einzuholen. Es ist immer gut Monika um sich zu haben, sie verbreite immer gute Laune und weiß immer eine Geschichte zu erzählen.
Nach ca. 7 Kilometern kamen wir nach Grañón. Der Ort war etwas ausgestorben. Leider gab es auch keine Einkaufmöglichkeit, so dass wir den Rastplatz am Ortsausgang für eine Pause nutzten. Die Bänke waren zwar etwas feucht, aber die Aussicht war sehr schön. Auch gab es einen Brunnen mitfrischem Wasser. Das werde ich heute noch brauchen!!!
| Grañón |
Auch George gesellte sich zu uns. Beeindruckend wie weit er bisher gekommen ist und wie schnell er ist. Auch wenn er seinen schweren Rucksack transportieren lässt, so geht er doch Kilometer um Kilometer zu Fuß. Respekt!
Ich machte mich von hier aus alleine auf den Weg.
Dann kam ich nach Redecilla del Camino. Hier verläuft die Grenze zwischen den Regionen „Rioja“ und „Kastillien und León“. Im Ort legte ich eine erneute Pause ein und ließ mich von Monika, Julia und George einholen. ;-)
| Kastillien und León ist erreicht |
| Redecilla del Camino |
| entlang der Bundesstraße |
Nach einem fast endlosen Laufen entlang der Bundesstraße kam ich nach Belorado. Kurz noch ein Stopp an einem Brunnen zu erfrischen und schon ging es weiter.
Jana war derweil in Belorado angekommen und ich verabredete mich mit ihr auf dem Hauptplatz zu einen kurzen Zwischenstopp.
| Plaza Major (Belorado) |
| Belorado |
| Wegweiser |
| das Wetter droht umzuschlagen |
| Felsenkirche |
Irgendwie sah alles sehr geschlossen aus. Ich machte mich durch rufen und klopfen bemerkbar. Ein älterer Mann kam mit leidendem Gesicht aus dem Haus und hielt sich den Arm. Er versuchte mir zu verdeutlichen, dass er sich wohl nach unserem Telefonat, den Arm verletzt hat und ich dort nun nicht schlafen kann. Ich sollte weiter bis Villafranca Montes de Oca! Watttt??? 3 ½ Kilometer weiter??? Nö, ich kann nicht mehr, habe kein Wasser mehr! Aber alles jammern half nicht … „buen Camino“ und die Tür war zu!?
Man kann sicherlich darüber spekulieren, ob er die Herberge für einen Pilger öffnen wollte oder ob die Verletzung tatsächlich auch vorlag. Nun gut! Ich schleppte mich zur nächsten Bank, telefonierte mit der Herberge im nächsten Ort, wo man mir bestätigte, dass ich ein Bett haben könne.
Mit letzter Kraft, begleitet vom Wechselspiel zwischen Sonne und Regen schleppte ich mich nach Villafranca Montes de Oca. Zunächst suchte ich noch den Eingang zur Herberge … aber ein „Indianer“ zeigte mir den Weg … oh je, ich bin dehydriert … ich sehe Indianer! Dort angekommen musste es schnell gehen, Duschen, Waschen, Essen, hinlegen und eingeschlafen! Was für ein Tag!
Erkenntnis des Tages: Es läuft nicht immer so wie geplant, aber am Ende wird dennoch alles gut!
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