Dienstag, 22. August 2017

3. Etappe - Pamplona

21,9 km: Zubiri, Larrasoaña, Zabaldika, Villava, Pamplona


Wecken war gegen 6 Uhr. Dann kurz ins Bad und runter zum Frühstück. Das Frühstück war Selbstbedienung. Fürs leibliche Wohl war gesorgt. Alles was wir brauchten, fanden wir entweder im Kühlschrank oder war bereits auf dem Tisch. Gegen 7:15 Uhr waren wir schon unterwegs und trafen vor der öffentlichen Herberge auf Julia. Julia war jedoch in FlipFlops unterwegs, da eine Blase am Hacken Probleme bereitete. Ich klebte die Blase, auf der bereits ein Blasenpflaster platziert war, mit Tape ab und danach fühlte sich Julia so gut, dass sie wieder in die Wanderstiefel stieg. Zu Dritt ging es raus aus Zubiri.
zu Dritt unterwegs
Der Weg führte wieder über unterschiedlich hohe Erhebungen und war prinzipiell gut zu gehen. Bei den Anstiegen hatte ich trotz der noch angenehmen Temperaturen, auch weiterhin meine Probleme. Aber in der Ruhe liegt die Kraft und so kam ich dann auch ... langsam ... jedem Gipfel näher. Heute hatten wir Glück, da auch in weiten Bereichen die Sonne, durch schattenspendende Bäume abgeschirmt war.
Jana und ich
Wir kamen recht gut voran. An einem Fluss konnte man seine Rucksäcke ablegen und gut sitzen. Als wir so am durchschnaufen waren und zudem noch eine Kleinigkeit gegessen haben, kam ein junger Mann mit zwei frechen Hunden vorbei. Die Hunde suchen sofort alles essbare um uns herum und waren so dreist, dass sie letztlich auch auf Janas Schoß landeten. Aber irgendwie waren die Beiden auch wirklich niedlich, so dass das Freche gar nicht so störte. Nach einer Weile wollte der Hundebesitzer weiter und rief seine Hunde zu sich. Das war dann auch der Moment, in dem wir unseren Weg fortgesetzt haben. Insgesamt war das schon eine tierisch gelungene Abwechslung.
Pause am Fluss
Den nächsten Stopp legten wir erst an einem Pilger-Kaffee ein. Hier trafen wir auf Monika aus Polen (wohnhaft in Berlin), die Julia bereits zuvor getroffen hatte. Wir genossen die Pause bei kühlen Getränken zu viert. Im Anschluss zogen wir jedoch wieder zu dritt weiter, da Monika ihren eigenen Rhythmus läuft.
Pilger-Kaffee
Der Weg, der nun erst im baumumsäumten Schatten eines Flusses verlief, wurde anschließend wieder steiler. 
Julia und Jana
kurze Pause auf einem Wegweiser
Ohne jeglichen Schutz von Bäumen liefen wir bergauf in der prallen Hitze. Diese Anstrengungen zwangen mich mehr und mehr zu kurzen Pausen, um die Flüssigkeitsbestände wieder aufzufüllen. Inzwischen schloss Monika nicht nur zu uns auf, sondern überholte uns sogar. Oh je, da kann ich nicht mithalten. :-(

Nach dem heftigen Gang durch die Sonnen erreichten wir die Vororte von Pamplona. 
Schnell steuerten wir den nächsten Supermarkt an, um wieder einmal Flüssigkeit nachzukaufen. Man hatte quasi den Eindruck, dass Wasser, Cola oder ein Iso-Getränk schneller wieder ausgeschwitzt war, als das es getrunken wurde. Aber irgendwie erholt man sich auch immer wieder sehr schnell. Nun gut, weiter geht’s ... Pamplona ist nicht mehr weit. Dann endlich … die Brücke … nur noch 400 Meter links am Flussufer entlang und wir waren da, an der Casa Paderborn., der deutschen Herberge.
Casa Paderborn
Rita und Wolfgang begrüßten uns ganz herzlich. Es ist schon toll, wie es die beiden schaffen, dass man sich sofort wohlfühlt. Wir bekamen zu dritt, ein Vier-Bett-Zimmer, indem wir später zu fünft waren, da noch eine Matratze hineingelegt wurde.

Nach dem wir für Jana noch etwas besorgen mussten, schauten wir uns die Stadt an.

Pamplona ist die Stadt in der Stiere durch die Gassen getrieben werden und Männer, aus welchen Gründen oder mit welcher Intension auch immer, vor diesen wegrannten. Natürlich ist diesem Spektakel auch eine Skulptur gewidmet. Nun ja, meins ist es nicht …
"Stiere treiben"
Die zentralen Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß schnell zu erreichen, so dass wir uns auf dem zentralen Platz noch ein Eis gönnten.
der zentrale Platz
Kirche von Pamplona
Später kam noch ein Kaltgetränk hinzu, bevor wir uns mit Julia zum Essen trafen.

Es gab Pinchos, traditionell an der Bar. Wir hatten einen gemütlichen Abend.
Pinchos und Schinken
Nachtleben in Pamplona
Gegen 21:45 Uhr kamen wir an der Herberge an und wurden noch zu einem kurzen Getränk eingeladen. Der Tag klang gemütlich aus.

Die Nacht war sehr heiß bevor ein schweres Gewitter für Abkühlung und einen unruhigen Schlaf sorgte.

Erkenntnis des Tages: Herzlichkeit sorgt gleich für Wohlbefinden!

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