20,1 km: Arzúa, Salceda, Santa Irene, A Rúa
Die Nacht war sehr warm und dies obwohl ich ein Bett direkt am geöffneten Fenster hatte. Gegen morgen wurde ich durch die Unruhe im Schlafsaal wach. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, es ist irgendwas um 4 Uhr herum. Also, Augen zu, umdrehen und weiterschlafen, dass war wahrlich nicht meine Zeit.
Dann der nächste Blick zur Uhr … 7 Uhr … o.k., Zeit zum Aufstehen. Aber was war hier los? Außer mir war niemand mehr da??? Ich wurde stutzig und schaute aufs Handy. Es war nicht 7 Uhr, wie auf meiner Uhr, sondern bereits 8 Uhr! Na toll, da habe ich die Uhr nachts wohl, auf der Suche nach der Beleuchtung an der Uhr, verstellt!
Na, jetzt aber flott aufstehen, schließlich war ich um 10 Uhr mit Dieter im 7 Kilometer entfernten Calle zum Frühstück verabredet.
Ich huschte also zügig durchs Bad und packet meine Sachen zusammen. Dann zog ich los.
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| mächtig was los hier |
Da ich von nun an am dem Camino Francés ging, war Verlaufen unmöglich! Na ja, fast unmöglich! Aus Arzúa heraus zeigten einem die „Rucksäcke“ den Weg. Vor mir waren immer zwischen 10 und 20 Pilger zu sehen. Dann kam ich an eine Granitsäule auf der ‚Complementario‘, also Wegalternative stand. Nun ja, da ich schnell 'Strecke machen' wollte, ging ich Links, statt die angebotene Wegalternative, die nach Rechts führte. Plötzlich war ich ganz allein unterwegs, ich dachte mir o.k. kein Problem, ist auch schöner so.
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| Hohlwege |
In A Peroxa merkte ich jedoch, dass meine Variante länger war, da ich nunmehr , bereits bekannte „Rücksäcke“ wieder vor mit hatte. O.k. dann schnell 'ne SMS an Dieter, dass er nicht warten braucht und schon ging es weiter. Eine SMS ist übrigens eine ‚Kurzmitteilung‘ aus dem letzten Jahrhundert … heute würde man alternativ eine „whatsapp“ senden, aber Dieters Handy war ja noch kein Smartphone.
Ich stoppte an der nächsten Bar für ein schnelles Frühstück und ging dann weiter. Da ich ja heute etwas später unterwegs war, war es gefühlt gar nicht sooo voll. Der Hauptstrom der Pilger war wohl durch.
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| im Tunnel |
Als ich dann nach Calle kam, saßen dort tatsächlich Dieter und auch Christian, Jutta und die beiden Mädels Sophie und Lena. Allerdings wollte die Vier gerade weiter. Ich war froh die Vier getroffen zu haben und blieb dennoch für ein Kaltgetränk. In der nächsten Pause werde ich die Gruppe schon einholen. Wir sprachen die Mittagspause für Empalme ab, so dass ich bis dahin aufgeschlossen haben werde.
Es ging also zunächst allein für mich weiter.
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| Bierflaschendeko |
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| na dann ... Prost! |
Zum dritten Mal bin ich nun auf diesem Teilstück des Camino Santiago unterwegs, aber dennoch erkannte ich nicht alles auf anhieb wieder. Doch an die Brücke über die konnte ich mich gut erinnern. Bei meinem ersten Camino 2016 war die Straße noch kaum zu erkennen. Im Jahr 2017 war dann der Untergrund der Straße mit Sand und Schotter aufgebaut und heute war bereits der Straßenbelag aufgebracht. Es ist daher anzunehmen, dass die Autobahn in Kürze für den Verkehr freigegeben wird.
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| Brücke über die Autobahn |
Ich genoss es, dass die Luft noch frei von den Abgasen der Autos war. Aber vielleicht, wenn die Bauzeit der Autobahn, mit der des „BER“ zu vergleichen. Dann hätten wir quasi auch bei der Freigabe der Autobahn saubere Luft, da dann nur noch Elektroautos fahren würden. ;-)
Zwischenzeitlich schloss ich zu Dieter auf und dieser sagte mir, dass wir auch Christian Jutta und die Mädels überholt haben, da diese wohl einem 'Bedürfnis' nachgehen mussten.
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| unter Weg's |
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| schöne Wegführung |
Wir steuerten auf die Mittagspause zu, wobei es mittlerweile fast 13 Uhr war. Im abgesprochenen Restaurant sicherten wir uns einen kleinen Raum, in dem wir alle schön sitzen konnten.
Leider war der schöne Innenhof anderweitig reserviert. Der Innenhof wäre natürlich noch viel schöner gewesen. Schon nach kurzer Zeit waren alle versammelt und der sehr nette Wirt hat jeden Spaß mitgemacht. Eine sehr schöne Pause und zudem ein richtig gutes Essen.
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| Mittagspause (von links: Dieter, Christian, Jutta, Sophie, Lena und ich) |
Wer einmal in Empalme vorbei kommt, der geht ins dritte Restaurant, dies befindet sich direkt an der Kreuzung auf der rechten Seite.
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| fast da! |
Bis zu unserem heutigen Etappenziel war es nicht mehr weit. Nach einer Stunde waren wir in A Rúa.
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| Maisspeicher |
Dort hatten Dieter und ich auf dem Zeltplatz zwei Betten reserviert. Schnell noch eine Dusche genommen und die Wäsche gewaschen und schon saßen wir entspannt im Schatten eines Sonnenschirms.
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| unsere Unterkunft - Campingplatz |
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| ... mit Feldbetten |
Zum Essen gingen wir ins benachbarte Zwei-Sterne-Hotel und dann gegen 21:30 Uhr ins Zelt. Es war feucht und kalt geworden. Das Zelt hatte zwar einen Holzboden, aber der konnte nicht verhindern, dass die aufsteigende Kälte abgehalten wird. Ich zog mir mein Longsleeve und eine Jacke über mein T-Shirt. Es war weiterhin kalt aber im Schlafsack auszuhalten.
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| schön, aber auch sehr kalt! |
Störend waren nur ein paar Spanier die der Ansicht waren, dass es vollkommen in Ordnung ist, sich bis morgens um 2 Uhr im Zelt lautstark zu unterhalten. Ziemlich rücksichtslos und dies obwohl sich mehrere Personen lautstark beschwerten! Irgendwann schlief ich dann aber ein, was mir Dieter morgens bestätigen konnte, da ich wohl zu hören war. ;-)
Erkenntnis des Tages: Es gelingt Wenigen, Viele zu stören!
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