Donnerstag, 16. August 2018

5. Etappe – Berducedo

25,7 km: Samblismo, Hospitales, Berducedo

Die Nacht in der Herberge war richtig gut. Es war leise, es waren angenehme Temperaturen und nach dem gestrigen Abendessen, war ich satt und zufrieden. Da Xavie gegen 7 Uhr das Frühstück zubereiten wollte, haben alle bis 6 Uhr oder 6:30 Uhr geschlafen. 

Ich packte meine Ausrüstung zusammen und als ich damit fertig war, ging ich ins Bad. Dann war das Frühstück auch schon fertig. Es gab sogar Rührei!

Gegen 8:30 Uhr verabschiedete und bedankte mich von unserem Gastgeber. Susanne war da bereits eine halbe Stunde auf dem Weg.

Ich ging zunächst 150 Meter zurück zum Abzweig und dann war ich auch schon auf der Hospitales-Route.
die Sonne kommt durch
Der schmale Weg führte zunächst durch ein Waldstück und zudem stetig bergauf. Dann öffnete sich der Blick auf die Berge. Die Wolken hingen tief und die Sonne drängte sich durch einzelne kleine Lücken in den Wolken.
episch!
Die Temperaturen waren sehr angenehm und der Aufstieg war hierdurch gut erträglich. Dann sah ich Susanne vor mir und mit der Zeit holte ich sie auch ein. Wir gingen zusammen weiter, wodurch die Anstrengungen nicht so extrem wirkten.
der Weg schlängelt sich
guck mal wie hoch ich bin!
Wir kamen zügig voran und machten auf einer Art Plateau eine Pause. Bereits nach kurzer Zeit kamen Wolfgang und Simone dort an. Ich war sehr froh, dass ich nicht wie die Beiden 5 Kilometer mehr gehen musste. 

Gut gestärkt setzten wir den Weg fort, wobei Wolfgang und Simone etwas später losgingen.
frag mich, ich kenne die Richtung!
Es ging, wie nicht anders erwartet, weiter bergauf, dennoch waren wir noch nicht am höchsten Punkt angekommen. 
Verlaufen? Unmöglich!
steinig und steil
Auf der Hospitales-Route gab es insgesamt fünf „Hospitales“, was man hier mit Unterkünften für Pilger übersetzen muss und nicht wie man vielleicht vermutet, mit Krankenhäusern. Auch darf man sich die Unterkünfte nicht wie Häuser vorstellen, sondern eher wie eine Schutzhütte. 

Heute gibt es noch zwei Hospitales, die wieder aufgebaut wurden. Zum Übernachten würde ich aber keines empfehlen. Die Dächer waren zum Teil eingestürzt und der Boden der „Hospitales“ war von Tieren aufgewühlt. 
Hospitales
Nach einer Weile hatten wir den Höchsten Punkt der heutige Etappe erreicht und so langsam begannen wir mit dem sanften Abstieg.

Das Gehen wurde nur gelegentlich für einen Foto-Stopp unterbrochen, da sich durch die wechselnden Wolken und die Sonne immer wieder neue Eindrücke ergaben.
was für eine Aussicht!
Sonne und Wolken wechseln
Als die Hospitales-Route und der klassische Weg wieder zusammen geführt wurden, legten wir eine Pause ein. Just in dem Moment unserer Pause, sahen einige Wildpferde, die es zu einem Wasserloch zog. Wir hatten zuvor, in sehr großer Entfernung, bereits einige Wildpferde gesehen, aber so dicht … das war schon ein schöner Moment.
dies ist kein Wildpferd, sondern Rindviech!
Wildpferde!
Nach der Pause machten wir uns zu viert an den Abstieg. Es war sehr steil und steinig. Wir mussten sehr vorsichtig sein.

Wir schafften es unversehrt unten anzukommen. Wer aber nun dachte, dass es ab jetzt flach weitergeht, der hat sich geirrt. Es blieb ein stetiges Auf und Ab.
Achtung! Steil und geröllig!
dazwischen geht's weiter!
Es ist mit der Zeit spät geworden und wir erreichten die Herberge erst gegen 17 Uhr. 

Um die Wäsche mussten wir uns diesmal nicht kümmern. Wir hatten unsere Wäsche zum Waschen und für den Trockner abgegeben.

Nach dem Duschen gingen wir zu viert zum Essen. Anfänglich war eine Unterhaltung nur bedingt möglich, da sich eine größere Gruppe beim Essen sehr laut unterhalten hatte ... die hätten locker einen laufenden Benzin-Rasenmäher in den „Schatten“ gestellt.

Im Anschluss an unser Essen hieß es dann auch schon … Schlafenszeit … und siehe da, Licht aus! Schnarcher an!

Gegen 23 Uhr fielen mir die Augen zu so, dass der Blogbericht erst um einen Tag verzögert online ging.

Abschließend gibt’s für alle Interessierten, das heutige Höhenprofil aus meinem GPS-Tracker.
Höhenprofil von der Hospitales-Route

Erkenntnis des Tages: Es geht nur langsam den Berg hinauf, aber noch viel langsamer  geht es den Berg hinunter!

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