Samstag, 18. August 2018

7. Etappe – A Fonsagrada

21,2 km: Castro, A Fonsagrada

Die Nacht im Zwei-Bett-Zimmer war sehr erholsam und ruhig. Nach einem ausgiebigen Frühstück (Selbstbedienung), machten wir uns zu viert auf den Weg, aber nicht ohne uns bei unserer Gastgeberin - per Zettel - zu bedanken. In dieser Unterkunft stimmte einfach alles und da unser Gastgeberin, zu dieser morgendlichen Stunde noch schlief, hinterließen wir wenigstens zum Dank einen Gruß.

Um 9 Uhr gingen wir dann los. Es war eigentlich nur eine kurze Etappe und bei schönstem Sonnenschein sollten wir eigentlich genug Zeit haben. Aber die Sonne sollte noch zu einem Problem werden.
Licht und Schatten
Der Weg führte zunächst schattig durch einen Wald. Wir waren alle gut drauf und Wolfgang, als Bergsport-Erfahrenster, zog an den leichten Steigungen schon einmal los. Wir folgten in einem „Respektabstand“. 
ein schattiges Plätzchen!
Dann ging es immer steiler den Berg hinauf. Der Ausblick war wunderschön und der Schatten wurde, mangels Bäumen, weniger und weniger. 
Ausblick auf die Berge
Unerbittlich stieg der Weg höher und höher. Ich musste so langsam anfangen Kräfte zu sparen und machte langsamer.
es schwitzt!
Dann war der Gipfel erreicht. Der fast wolkenlose Himmel und die Höhe ließen eine phantastische Weitsicht zu. 
Weitblick
dem Gipfel so nah!
Panorama
Nach dem Gipfel kamen wir von der Provinz Asturien nach Galicien. Die Grenze war mit einer Schieferplatte und Steinen gekennzeichnet.
Grenzmarkierumg: Asturien/Galicien
Wir machten einige Fotos und stiegen dann den Berg wieder runter. Nach wenigen Kurven kamen wir an der ersten Wegmarkierumg in Galicien vorbei. Auch hier legten wir einen Fotostopp ein. Von nun an werden uns die Granitsäulen, mit den Kilometerangaben bis Santiago begleiten.
Wegmarkierumg in Galicien ... noch 166,098 Kilometer
Erste Schritte in Galicien
Der Abstieg war in etwa so anstrengend wie der Aufstieg. Besonders der Bereich um die Knie, ist beim beim Abstieg der größten Belastung  ausgesetzt. Mit Zick-Zack-Gehen versuchte ich die Belastung etwas abzumildern.

Aber jeder Abstieg ist einmal zu Ende und so kamen auch wir unten, beim einzigen Haus an der Straße, einer Bar, an. Nach der vorherigen Anstrengung war die Bar natürlich für uns eine willkommene Einkehrmöglichkeit.

Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit, zog ich als erstes wieder los. Es ging mal wieder rauf … ach ne!? ;-) Nur diesmal ohne Schatten spendenden Bäume. Ups, die Getränkte aus der Bar, kamen quasi direkt über die Haupt wieder raus. Den „kleinen Anstieg“ hatte ich flott hinter mir gelassen.
(hin)auf geht's
unser Ziel auf dem Berg (A Fonsagrada)
Als nächstes konnte ich mich im Schatten eines Waldes wieder abkühlen und erreichte gegen 13:30 Uhr eine Restaurant, in dem wir zum Mittag essen wollten. Ich sicherte uns einen Platz und wartete auf die Anderen. Schon kurze Zeit nach mir waren dann alle versammelt. 
Pilgerfigur vor dem Restaurant
Wir verbrachten ca. 1 ½ Stunden in dem Restaurant und gingen gestärkt die restlichen Kilometer an. 

Etwas „problematisch“ war dann ein Hund, der uns eine ganze Zeit lang beschäftigte. Der „Kleine“ war wohl von seinem Herrchen mit Zuneigung nicht überschütte worden, so dass sich der „Kleine“ bei uns seine Streicheleinheiten abgeholt hat.
(k)ein gefährlicher Hund
Dann ging es zunächst, nur unterbrochen von einigen An- und Abstiegen, recht eben voran.
wo ist der Schatten?
Doch der letzte Anstieg hatte es in sich! Von 830 Höhenmetern ging es auf 950 Meter hoch und dass aber, innerhalb von nicht einmal einem Kilometer. Das war hart und sehr anstrengend! Zudem brannte die Sonne unerbittlich.

Wolfgang und Simone waren schnell außer Reichweite. Susanne und ich quälten uns den Berg hoch. Dann fiel auch Susanne leicht zurück. Mit letzter Kraft schleppte ich mich und den „Paul“ den steilen Hang hinauf. Kurz nach mir erreichte auch Susanne A Fonsagrada, unser heutiges Etappenziel.
der finale Anstieg!
Die Herberge war schnell gefunden und dank einer Waschmaschine und eines Trockners war die Wäsche kein Problem für uns, immerhin war es inzwischen 16:45 Uhr geworden, als wir ankamen.

Zum Essen gingen wir in den Supermarkt und kauften ein. Die Küche der Herberge war recht gut ausgestattet und so nutzten wir unseren Einkauf, für ein schnelles Essen. Dann ging es gegen 21:30 Uhr in unser 4-Bett-Zimmer.

Erkenntnis des Tages: Hitze und ein steiler Aufstieg am Berg, passen einfach nicht zusammen.

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