20,4 km: Salas, Bodenaya, La Espina, Tineo
Warum müssen eigentlich, einige Personen, in einer Herberge mit lediglich 20 Betten, bereits morgens um 5:30 Uhr aufstehen oder mit dem Packen beginnen? Wollen diese Leute 40 Kilometer oder mehr am Tag gehen oder wollen die Leute bereits um 12 Uhr in der nächsten Unterkunft sein. Und sehen diese Personen überhaupt etwas vom Weg? Schließlich ist es um diese Uhrzeit noch dunkel draußen?
Nun ja, verstehen muss ich das nicht, aber es passiert mit großer Regelmäßigkeit, dass irgendwer zu sehr früher Stunde aufbricht. In einer Gemeinschaftsunterkunft, ist dass nicht wirklich schön!
Ich entschied, komme was wolle, bis 7 Uhr nicht aus dem Schlafsack zu kriechen!
Als die Herberge um 7 Uhr dann fast leer war, konnte ich, ohne Anstellen, durchs Bad und ich konnte zudem, beim Frühstück noch die Reste vertilgen. ;-)
Dann konnte ich bei eingeschaltetem Licht entspannt meine Ausrüstung packen und machte mich, anschließend, eine viertel Stunde nach Susanne, auch auf den Weg. Es war mittlerweile 8 Uhr.
Dann konnte ich bei eingeschaltetem Licht entspannt meine Ausrüstung packen und machte mich, anschließend, eine viertel Stunde nach Susanne, auch auf den Weg. Es war mittlerweile 8 Uhr.
| Ortsausgang von Salas |
Der Weg führte recht schnell aus Salas heraus in einen Wald. Nun begann der Anstieg. Zu erst recht sanft, dann recht heftig! Auf dem heftigen Teilabschnitt schloss ich dann zu Susanne auf. Den ersten Berg bezwungen, gingen wird dann auch gemeinsam weiter.
| ... der Weg war steinig und steil! |
Susanne ist selbständige Friseurin aus Amberg. Wir redeten viel und über alles mögliche und kamen zudem auf dem steinigen Untergrund gut voran.
Mit dem Erreichen von mehr und mehr Höhenmetern, boten sich uns tolle Ausblicke in die Landschaft, die uns immer wieder zu Fotostopps zwangen.
| Ausblick! |
Dann kamen wir an einer kleinen Kapelle vorbei. Eine ältere Dame schloss, gerade in diesem Auģenblick auf, als wir auf Höhe der Kapelle waren. Wir nahmen den Moment wahr und beschlossen spontan hineinzugehen. Die ältere Dame war sehr freundlich und gab uns einen Stempel in unseren Pilgerpass. Ich finde, dass die Stempel in den kleinen Kirchen viel schöner sind, als die Stempel aus einem Restaurant oder einer Bar.
Wir verbrachten eine ganze Weile in der Kirche und fragten die ältere Dame, ob wir je eine Kerze anzünden dürfen. Wir bekamen eine Kerze und legte eine Spende (donativo) in ein kleines Behältnis.
| ein Moment der Stille |
Ich genieße solche Momente, denn sie geben mir Gelegenheit, mich zu erinnern.
Nach diesem Moment der Stille zogen wir weiter in Richtung Bodenaya. Für einige Meter auf dem Weg, waren wir schweigsam.
| eine weitere Kapelle am Wegesrand |
| die Verzierungen am Haus, waren aus Muscheln! |
In Bodenaya angekommen, legten wir eine Rast ein. Leicht abseits des Weges glaubten wir eine Bar zu sehen, die sich beim Näherkommen jedoch als Automaten-Bar zu erkennen gab.
Egal, die Automaten boten alles was der Pilger brauchte und mit Münzen und Scheinen „plünderten“ wir die Automaten, so gut es ging. Es gab alles was wir wollten, Kaffee, Kaltgetränke, Sandwiches … und vieles mehr. Wir setzten uns nach draußen auf die Stühle vor der Bar und verzehrten unseren „Ertrag“.
Egal, die Automaten boten alles was der Pilger brauchte und mit Münzen und Scheinen „plünderten“ wir die Automaten, so gut es ging. Es gab alles was wir wollten, Kaffee, Kaltgetränke, Sandwiches … und vieles mehr. Wir setzten uns nach draußen auf die Stühle vor der Bar und verzehrten unseren „Ertrag“.
Nach einer Pause von ca. einer ¾ Stunde setzten wir unseren Weg fort.
Es ging, wie erwartet, weiter bergauf und bergab! In den schattigen Abschnitten, also dort wo die Sonne, wegen der Bäume, nicht auf den Weg schien, war es sehr sehr matschig. Zum Teil mussten wir sehr weit am Rand gehen oder auch mal mitten durch den Matsch. Da, neben Traktoren, auch das Vieh über diese Wege geführt wird, waren die Wege sehr aufgewühlt. Aber auch diese Abschnitte meisterten wir.
| auf geht's! |
| Ausblick |
Der letzte Abschnitt vor Tineo führte dann erneut durch einen Wald. Auch hier war das „Matsch-Problem“ immer mal wieder präsent.
Unser Füße waren zu diesem Zeitpunkt schon richtig „platt“ und wir hielten nach einer Bank zum Sitzen ausschau ... aber es kam leider keine Bank. Und dann, waren auf einmal doch zwei Bänke da, aber nur in der prallen Sonne und dort wollten wir auch nicht sitzen.
Unser Füße waren zu diesem Zeitpunkt schon richtig „platt“ und wir hielten nach einer Bank zum Sitzen ausschau ... aber es kam leider keine Bank. Und dann, waren auf einmal doch zwei Bänke da, aber nur in der prallen Sonne und dort wollten wir auch nicht sitzen.
| Pilger im Wald |
Wir gingen also weiter bis San Roque, einem Vorort von Tineo. Dort gab es nettes Restaurant an einem Festplatz. Wir beschlossen hier unsere letzte Pause einzulegen. An diesem Ort war es richtig schön, im Schatten der großen Sonnenschirme. Wir bestellten uns je einen gemischten Salat und ich einen O-Saft dazu. Wir saßen dort bereits fast eine Stunde, bevor Wolfgang und Simone vorbeikamen. Die Beiden setzten sich dazu und so verging die Zeit wie im Flug.
Erst gegen 16:30 Uhr brachen wir zu unseren Unterkünften auf und verabredeten uns im Ort zum Abendessen.
| gesehen am Ortseingang von Tineo: Sonnenuhr im Schatten! |
Nach dem Duschen und Waschen der Wäsche, ging ich runter in den Ort. Richtiger Weise müsste es rauf und runter heißen, da der Ort schon sehr, sehr „wellig“ war. Wir trafen uns am Supermarkt und stiegen dann dort in ein Taxi, weil uns die Restaurants im Ort nicht so zusagten. Wir hatten daher beschlossen, nach San Roque zurück zu fahren, um im Restaurant, zu essen, wo wir auch schon den halben Nachmittag verbracht hatten.
Wir hatten wieder einmal einen tollen Abend und verabschiedeten uns dann gegen 22 Uhr in unsere Unterkünfte. Auf dem Rückweg waren wir dann wieder zu Fuß unterwegs. ;-)
Erkenntnis des Tages: Mach einfach mal eine Pause, auch wenn Du das Ziel schon sehen kannst.
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