Samstag, 2. September 2017

14. Etappe - Itero de la Vega

32,5 km: Hornillos del Camino, San Bol, Hontanas, San Antón, Castrojeriz, Alto de Mostelares, Eremita de San Nicolás, Itero de la Vega


In der Nacht hatten wir eine nervige Bremse im Raum. Das Viech hat nicht nur wunderbar durch den Flügelschlag Lärm gemacht, sondern stellte auch eine ständige Bedrohung dar. Ich beschloss einstimmig ;-) mich der Bremse zu stellen und erlegte das Tier in „tapferer Schneiderlein“ Manier.

Anschließend stimmte ich in den mehrstimmigen Schnarchchor ein.

Gegen 6 Uhr begannen dann die Ersten mit dem herumwühlen in den Sachen. Gegen 7:20 Uhr machte ich mich dann, in Richtung Ortsausgang auf dem Weg. Dort sollte ein Restaurant sein, welches ich auch zum Frühstücken angesteuert haben. Leide war der Service sehr langsam, aber da gab Timo und Max die Gelegenheit dazu zu stoßen. Auch Julia schaute rein. Julia wurde einmal von der Runde gedrückt, denn heute hatte sie Geburtstag. Nach dem Frühstück zogen wir zu viert los. 

Relativ schnell setzten Timo und ich uns ab und waren zügig unterwegs. Es war sonnig und die Temperaturen waren wieder einmal angenehm kühl.

Unser Tempo wäre jedoch den ganzen Tag über zu hoch für mich. Aber ich schaffte es, mich an Timos Seite in die nächste Ortschaft, nach Hontanas, zu retten. 

Wir steuerten das erste Cafe an und nach einer Weile war auch Max da. Julia verpassten wir wohl, da wir drinnen im Cafe beim Bestellen waren. In der morgendlichen Sonne genossen wir unsere Pause. Bevor es dann weiterging.

Ich konnte das Tempo der Jungs nicht mithalten und ließ abreißen. Das war aber nicht schlimm, da ich ohnehin vor hatte, einen kleinen Zwischenstopp am Kloster San Antón einzulegen.
Klosterruine San Antón
Die Klosterruine, die heute auch eine Herberge beinhaltet lag wunderschön im weichen Morgenlicht. Aber meine Zeit war heute nicht so üppig, so dass ich zeitnah weiterzog.

Der Weg führte weiter nach Castrojeriz, wo ich die Jungs in einem Restaurant wiedertraf. Bei ihnen war Pablo aus Uruguay (lebt und arbeitet aber in Spanien). Timo und Max kannten Pablo schon  von einer vorherigen Begegnung. Pablo hatte in Montevideo am Goethe Institut u.a. auch deutsch gelernt, jedoch lag dies lange zurück, so dass wir mehr englisch als deutsch sprachen.
Castrojeriz
Ich versorgte mich noch mit einer Pizza. Pablo zog als Erster weiter und nachdem auch ich satt war, gingen auch wir. Wir suchten noch schnell eine Bank, um das Bargeld aufzufrischen und machten uns dann an den Aufstieg zum Alto de Mostelares. 
hinauf geht!
Der Weg hinauf war in der nun immer heißer werdenden Sonne sehr quälend. Timo und Max setzten sich wieder schnell ab. Ich überholte wenigstens Laura, eine Holländerin … die jedoch im Schatten Pause machte ;-) Es gelang mir, bis zum Gipfel vor Laura zu bleiben. Oben angekommen musste ich jedoch im Schatten einer Schutzhütte erstmal durchschnaufen und Wasser nachtanken.

Der Ausblick von hier oben war grandios!
geschafft!
Nach einer kurzen Erholungsphase zogen wir zu viert weiter. Zunächst war das Hochplateau zu genießen, bevor es an den Abstieg ging. 18 % Gefälle! Na dann … Timo und Laura legten einen kleinen Lauf hin, hingegen Max und ich das altersgerechte und gelenkschohnende Zickzack-Laufen bevorzugten. 
runter gehts!
Dann ging es weiter durch die weite Landschaft. 

An einem kleinen schattigem Plätzchen legten wir eine Trinkpause ein. Unsere Wasservorräte waren jedoch insgesamt schon sehr knapp. Nun ja, nützt ja nichts, da es zwar eine Wasserquelle gab, jedoch Schilder ausdrücklich darauf hinwiesen, dass das Wasser nicht trinkbar ist!

An der Eremita de San Nicolás verabschiedeten wir uns von Laura, da sie hier übernachten wird. Wir zogen weiter in unser 2 Kilometer entferntes Etappenziel nach Itero de la Vega.
Eremita de San Nicolás
Die Herberge lag am Ortseingang und wir bekamen ein 12 Bettzimmer, welches jedoch nur mit 5 Personen belegt war. Pablo war auch schon da. 

Weiter ging es mit Duschen und Wäschewaschen. Dann noch ein Pilgermenü zum Abendessen und zeitig ins Bett. Der Tag war ganz schön anstrengend!


Erkenntnis des Tages: Morgens kommt man besser voran, als in der Mittagshitze!

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