In der Nacht hatten wir eine nervige Bremse im Raum. Das Viech hat nicht nur wunderbar durch den Flügelschlag Lärm gemacht, sondern stellte auch eine ständige Bedrohung dar. Ich beschloss einstimmig ;-) mich der Bremse zu stellen und erlegte das Tier in „tapferer Schneiderlein“ Manier.
Anschließend stimmte ich in den mehrstimmigen Schnarchchor ein.
Gegen 6 Uhr begannen dann die Ersten mit dem herumwühlen in den Sachen. Gegen 7:20 Uhr machte ich mich dann, in Richtung Ortsausgang auf dem Weg. Dort sollte ein Restaurant sein, welches ich auch zum Frühstücken angesteuert haben. Leide war der Service sehr langsam, aber da gab Timo und Max die Gelegenheit dazu zu stoßen. Auch Julia schaute rein. Julia wurde einmal von der Runde gedrückt, denn heute hatte sie Geburtstag. Nach dem Frühstück zogen wir zu viert los.
Relativ schnell setzten Timo und ich uns ab und waren zügig unterwegs. Es war sonnig und die Temperaturen waren wieder einmal angenehm kühl.
Unser Tempo wäre jedoch den ganzen Tag über zu hoch für mich. Aber ich schaffte es, mich an Timos Seite in die nächste Ortschaft, nach Hontanas, zu retten.
Wir steuerten das erste Cafe an und nach einer Weile war auch Max da. Julia verpassten wir wohl, da wir drinnen im Cafe beim Bestellen waren. In der morgendlichen Sonne genossen wir unsere Pause. Bevor es dann weiterging.
Ich konnte das Tempo der Jungs nicht mithalten und ließ abreißen. Das war aber nicht schlimm, da ich ohnehin vor hatte, einen kleinen Zwischenstopp am Kloster San Antón einzulegen.
| Klosterruine San Antón |
Der Weg führte weiter nach Castrojeriz, wo ich die Jungs in einem Restaurant wiedertraf. Bei ihnen war Pablo aus Uruguay (lebt und arbeitet aber in Spanien). Timo und Max kannten Pablo schon von einer vorherigen Begegnung. Pablo hatte in Montevideo am Goethe Institut u.a. auch deutsch gelernt, jedoch lag dies lange zurück, so dass wir mehr englisch als deutsch sprachen.
| Castrojeriz |
| hinauf geht! |
Der Ausblick von hier oben war grandios!
| geschafft! |
An einem kleinen schattigem Plätzchen legten wir eine Trinkpause ein. Unsere Wasservorräte waren jedoch insgesamt schon sehr knapp. Nun ja, nützt ja nichts, da es zwar eine Wasserquelle gab, jedoch Schilder ausdrücklich darauf hinwiesen, dass das Wasser nicht trinkbar ist!
An der Eremita de San Nicolás verabschiedeten wir uns von Laura, da sie hier übernachten wird. Wir zogen weiter in unser 2 Kilometer entferntes Etappenziel nach Itero de la Vega.
| Eremita de San Nicolás |
Weiter ging es mit Duschen und Wäschewaschen. Dann noch ein Pilgermenü zum Abendessen und zeitig ins Bett. Der Tag war ganz schön anstrengend!
Erkenntnis des Tages: Morgens kommt man besser voran, als in der Mittagshitze!
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