Dienstag, 12. September 2017

24. Etappe - Cacabelos

24,3 km: Molinaseca, Ponferrada, Columbrianos, Camponaraya, Cacabelos


Die Nacht in unserem Zimmer war recht ruhig. Die beiden Frauen hat man gar nicht gehört, jedoch Stefano … und wohl auch mich. ;-) Da ich mich selten selber höre, habe ich natürlich ganz gut geschlafen.

Ohne Frühstück ging ich, nur mit einem Kaffee im Bauch, los. Jana folgte etwas später. Wir hatten abgemacht, dass wir uns in Ponferrada zum frühstücken treffen. 

Die Sonne war bereits aufgegangen, als ich mich auf den Weg machte. Es war noch recht kühl, aber dafür trocken. Nachdem ich Molinaseca hinter mir gelassen hatte, musste ich mich für den Weg an Straße oder die Wegalternative entscheiden. Ich folgte der Alternative und ging am Abzweig nach links. Der Weg führte über eine Schotterstraße an Gemüsegärten vorbei, bis in ein kleines Dorf hinein. Hier gab es entweder zerfallene Häuser oder recht neue Häuser; alte Häuser die ganz gut in Schuss waren, suchte man vergebens.

Das Dorf zog sich etwas und ging fast nahtlos nach Ponferrada über. Als ich Ponferrada erreichte stand die Sonne, wie auf einem Gemälde über den Häusern der Stadt.
Sonnenaufgang in Ponferrada
Das wichtigste Gebäude in Ponferrada ist die kleine Burg im Zentrum. Natürlich verläuft der Camino an dieser Sehenswürdigkeit vorbei. Unmittelbar an der Burg befindet sich eine kleine Bäckerei in, in der man auch Frühstücken kann. 
die Burg von Ponferrada
die Burg und ich
Ich sah, dass Maria und Anja bereits drin waren und kam hinzu. Die Beiden schwärmten so sehr von den Croissants, dass ich natürlich auch einen probieren musste. Die Croissants, der Kaffee und auch der O-Saft waren sehr lecker. Nach dem ich bereits den zweiten Kaffee genossen hatte kam Jana hinzu, derweil Maria und Anja bereits weitergezogen waren. Die schwärmte von der Fluffigkeit der Croissants, die Außer etwas kross waren … die Dinger waren einfach perfekt. Sarah war zwischenzeitlich auch eingetroffen und Jana konnte von dem Angebot gar nicht genug bekommen. Ich ging somit zu Siteseeing über, hingegen Jana und Sarah ausgiebig frühstückten.Der Weg führte langsam aus Ponferrada heraus und ging wie üblich, in die klassische Vorstadt über. Industrie, Sportplätze und schicke Anwesen säumten den Weg. 

Immer wieder sah man, wie verbunden die Anwohner mit dem Camino sind. Überall Hinweise auf die Wegrichtung und auch Zeichnungen oder andere Symbole des Weg’s.
 Grafitti-Kunst
In Columbrianos hatte mich Jana eingeholt. Ich hatte eine Pause in einer Bar eingelegt, als Jana vorbei huschen wollte. Ich trank noch schnelle aus und schloss mich Jana an. Der weitere Weg verlief an einer Art Dorfstraße entlang, die aber offenbar von vielen Autofahrern genutzt wird. Mich störte der Verkehr nicht, so dass wir zügig Camponaraya erreichten. Am Ortseingang befand sich direkt ein Supermarkt. Also hinein und ein paar Kleinigkeiten für eine Zwischenmahlzeit eingekauft. 

Einen gefühlte Ewigkeit später fanden wir dann auch eine Bank, auf der wir unseren Einkauf vertilgen konnten. Es gab frischen O-Saft und dazu Blätterteigtaschen mit Pudding gefüllt … lecker!!! So gestärkt ging es auf den nächsten Streckenabschnitt.

Der Weg durch ie Weinfelder war wirklich besonders schön. Auch spielte die Sonne prim mit, so dass die Farben besonders schön zu Geltung kamen.
Weinfelder
Auf diesem Streckenabschnitt trafen wir Mireille aus Frankreich wieder, die ich vom Essen in Molinaseca kannte. Zunächst verständigten wir uns zu dritt auf englisch, wobei Mireille doch einige Lücken hatte. Mein Hinweis an Jana, dass sie auch französisch sprechen können, verhilf dem Gespräch zu mehr „Tiefe“. … nur mit dem Beigeschmack, dass ich nur jedes fünfte Wort verstand, aber egal … es war gut so!

Gemeinsam amen wir in Cacabelos an.
Cacabelos
überall Zeichen!
Cacabelos (Altstadt)
 Unsere Herberge lang im Zentrum der Altstadt. Hier verabschiedeten wir uns dann auch von Mierelle. 

Nun war duschen und dann große Wäsche angesagt. Wir ließen heute einmal alle Sachen von der Waschmaschine  wasche. 

Zum Abendessen zogen wir, nach endlosem Waten in einer größeren Gruppe los. Eine Tapasbar im Ort, war unser Ziel. 
große Rund (Leandro, ich, Ben, Sarah, Stefano, Ly, Aya, Jana ... gegen den Uhrzeigersinn)
Wir hatten einen sehr schönen Abend mit neuen und vielen bekannten Gesichtern.


Erkenntnis des Tages: Spontan ist am Besten!

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