24,3 km: San Bol, Hontanas, San Antón, Castrojeriz, Alto de Mostelares, Eremita de San Nicolás
San Bol war tatsächlich eine dieser wundervollen Oasen, die man auf dem Weg finden kann, wenn man die „größeren“ Orte meidet.
Zum gemeinsamen Abendessen gab es Salat, Paella und Wein bzw. Wasser. Es war ein sehr schöner Abschluss des Tages.
In den frühen Morgenstunden konnte ich vom Bett aus die Blitze erkennen, die über den Nachthimmel zuckten. Als ich dann aber, nach einer erholsamen Nacht, gegen 7:40 Uhr los kam, war es noch trocken.
In Hontanas legte ich die obligatorische Frühstückspause ein. Bei Café con Leche und einem Tortilla-Bocadillo kam Roswita um die Ecke. Wir unterhielten uns kurz. Sie wollte heute nur bis Castrojeriz, so dass sie auch vor dem angekündigten Regen ankommen wollte. Auch ich machte mich nach dem Frühstück auf den Weg.
An den Ruinen des Kloster San Anton kam dann sogar die Sonne raus … sollte der Regen wirklich ausbleiben? Ja, das wäre doch was. Es waren Unmengen an Regen vorhergesagt und nun war es trocken … gut so! Weiter so!
| die Ruinen des Kloster San Anton |
| Haus der Stille |
| der Sandsturm |
| Louis und ich ... mit Schutz vor dem feinen Sand |
Anschließend ging es das 18 %ige Gefälle hinab. Nur gut, dass der Teil des Weges betoniert war und wir mit Hilfe unserer Stöcke ausreichend Halt fanden.
Im Flachstück sammelte sich dann der Matsch zunehmend unter den Schuhsohlen an, so dass wir auf das angrenzende Feld ausweichen mussten. Mittlerweile setzte auch die Erschöpfung ein, zum Mal uns die Nässe und Kälte zuvor zugesetzt hatte. Nach den unglaublich heißen Temperaturen des Vortags war der Temperaturabfall, um fast 20 Grad wirklich extrem. Da mussten wir jetzt durch. Nur gut, dass wir uns gegenseitig motivieren konnten.
Wir legten einen letzten Stopp ein, allein um uns auch noch einmal auf der Karte zu orientieren. Nach 20 Minuten war dann, gegen 15 Uhr das Kloster von San Nicolás erreicht. … geschafft … nicht nur die Strecke!
| Kloster von San Nicolás |
Erkenntnis des Tages: „Ich mag keinen Regen!“