19,7 km: Frómista, Población de Campos, Villarmentero, Villalcázar de Sirga, Carrión de los Condes
Im alten Bahnhof von Frómista war es zwar von den Temperaturen kalt, aber die Duschen waren warm und die Mitbewohner sehr nett. Spontan gingen Martina (Polen), Maria (Dänemark), Monika (Italien) und der Marc aus Deutschland ;-) ... also 4 mal "M" ... im angrenzenden Restaurant essen. Als Vorspeise wählte ich Makkaroni, was eher nach einem vollwertigen Hauptgericht aussah und zum Hauptgang nahm ich Fleisch mit frittierten Kartoffelstäbchen … Pommes! Die Nachspeise fiel aus … ich war papp satt!
Die Gespräche beim Essen waren wirklich lustig. Die Mädels lästerten mal mehr mal weniger über aufdringliche Typen auf dem Weg, betonten dabei aber, dass ich ein Netter bin und nicht zu diesen Typen zähle. Als Maria dann auf ihrem Smartphone Fotos einem dieser Typen herumzeigte, fragen wir sie, warum sie die Bilder denn hatte. Oh, sagte sie, dass ist sein Facebook-Profil, was allgemein für Erleichterung sorgte. Maria läuft den Camino übrigens mit ihrem Vater, jedoch nicht jeden Tag. Sie treffen sich aber spätestens alle 3 Tage. Auch eine schöne Idee.
Nach dem Essen huschten wir durch die Kälte zurück in unseren, ebenfalls kalten Schlafsaal. Aufgrund der Temperaturen entschied ich mich, meine Jacke im Schlafsack anzulassen …kein schlechte Entscheidung wie ich feststellte.
Die Nacht war relativ angenehm und mit der Jacke auch gut erträglich.
Um 7:45 Uhr machte ich mich auf den Weg. Zunächst ging ich jedoch frühstücken. Um 8:15 Uhr war ich dann wirklich unterwegs.
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| Morgenstimmung |
Heute ging es auf die „Pilgerautobahn“, denn wider einmal habe ich den Abzweig zur Alternativroute verpasst.
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| Kunst zu Beginn der "Pilgerautobahn" |
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| schnurgeradeaus |
Der heftige Wind kam auf diesem schnurgeraden Teilabschnitt ständig von vorn. Meine Windjacke konnte zwar eine Großteil abhalten jedoch kühlte ich dennoch aus, so dass ich bereits nach 3 ½ Kilometern zum zweiten Frühstück mit einem großem heißen Milchkaffee einkehrte. Etwas „angetaut“ ging ich dann weiter … bis nach 3 ½ Kilometern der nächste „Café con Leche grande“ auf mich wartete.
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| Pilger! |
Zwischendurch ließ sich immer mal wieder die Sonne blicken, aber durch den anhaltenden Wind, war an eine Erwärmung nicht zu denken. Auch im nächsten Ort machte ich Halt und trank einen Kaffee.
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| am Wegesrand |
Kilometer um Kilometer quälte sich der weiterhin schnurgerade verlaufende Weg, parallel zur Straße dahin. Knapp 6 Kilometer vor Carrión de los Condes war die letzte Möglichkeit für einen Kaffee … aber ich blieb stark und ging durch bis zum heutigen Etappenziel, welches ich gegen 13:30 Uhr erreichte.
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| geschafft! |
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| Carrión de los Condes |
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| Wegmarkierung in der Stadt |
In Carrión war gerade Markt. Die beste Gelegenheit für eine Zwischenmalzeit! Es sollte eine Birne sein, jedoch war die Schlage sehr lang. Eine Spanierin deutete mir ich sollte ohne Bezahlung gehen. Ich deutete ihr: auf gar keinen Fall! Dann rief sie dem Vekäufer etwas zu und dieser wiederum deutete mir, dass er mir die Birne schenkt. Ich bedankte mich und ging zum Kirchplatz zurück, wo ich auf einer Bank meine Birne genussvoll aufgegessen habe. ... ich habe mehr und mehr das Gefühl ein Pilger zu sein ... alle behandeln mich sehr respektvoll und auch sehr sehr freundlich. Mal ein freundliches Wort, mal ein Lächeln, mal ein Klaps auf die Schulter ... es fühlt sich sehr gut an.
Eine Unterkunft fand ich fast am Ende der Stadt … hier wartete ein kleines, aber super sauberes Einzelzimmer und zwei frische Handtücher auf mich. Zu Abendessen war ich mit Tabea und Louis … und nun auch Tabeas Bruder Damian verabredet. Damian begleitet seine „kleine“ Schwester für ein paar Tage auf dem Weg
… also große Schwester, Du bist gefordert! Leg nach und sag Bescheid, wo Du auf mich wartest! ;-)
Erkenntnis des Tages: "Es sind die kleinen Gesten die zählen!"