Mittwoch, 7. September 2016

9. Etappe - Azofra

23,7 km: Navarrete, Ventosa, Tedéon-Hügel, Nájera, Azofra

Gestern hatten wir beschlossen nicht mehr in die Stadt zu gehen. Wir blieben in der Herberge und entspannten bei einem Bier. Abends aßen wir mit einem 76 Jahre alten Engländer, der seit einigen Jahren in Neuseeland lebt. Wieder einmal ein sehr schöner Abend, bei dem ich jedoch nicht immer den sehr ausführlichen Erzählungen des älteren Herren folgen konnte.

Nach dem Essen ging es zeitig ins Bett. Der 14 Betten Raum war weiterhin nur durch uns drei belegt. In dieser Nacht gingen die sehr warmen Temperaturen nur sehr langsam zurück. Dennoch habe ich die Ruhe für etwas Schlaf nutzen können.

Am morgen waren wir nach einem netten Frühstück recht spät dran. Wir kamen erst kurz vor acht los. … warum auch nicht! 

Navarrete am Morgen
Ich ging wieder mit Tabea. Ohne große Eile kamen wir entspannt voran. Mal legten wir eine Pause in mitten eines Weinfelds ein und ließen uns die Trauben schmecken, mal legten wir eine Rast auf einem Picknickplatz ein. 
kurze Pause
Ein paar Kilometer vor Nájera ging jeder auch mal eine Zeit lang alleine. 

In Nájera angekommen stoppte ich an einem Supermarkt und legte eine Pause ein. Eigentlich mein Etappeziel, aber die Stadt war mir irgendwie zu groß. Nach einer Weile kam Tabea an und wir beschlossen, bei einem Mittagessen zu überlegen, ob wir noch einen Ort weitergehen, da uns Nájera nicht beeindrucken konnte. Die Frage war also, bleiben oder ca. 6 Kilometer weiter durch die Hitze ... und dass bei mehr als 35 Grad?

Nun ja, die Cola hatte uns zu „gelächelt“, wir waren gestärkt, also weiter geht’s!
Kann eine Cloa lächeln? Jep, kann sie!
Der Weg schlängelte sich heraus aus der Stadt. Ups, ein Park … ein Fluss … es wurde doch noch schöner … egal … auf nach Azofra. 
Nájera
Zunächst ging es recht problemlos über einen Hügel, dann weiter mit Rückenwind … gut, die Luft war heiß, aber wir wurden durch den Wind, angenehm erfrischt.  

Unterwegs begegneten wir nur Ritchie aus England. Ein kurzes Gespräch, ein "buen Camino" und weg war er. Auch auf diesem Teilstück legten wir reichlich Trinkpausen ein. Gegen 16:20 Uhr erreichten wir Azofra. In der öffentlichen Herberge waren noch wenige Betten frei. Prima, hier bleiben wir! Duschen, waschen und Füße in den Pool stellen!
Azofra
öffentliche Herberge von Azofra
Erkenntnis des Tages: „Mit Pausen kommt man weiter, als man wollte!“