Der gestrige Abend war noch sehr gemütlich. Mit einer kleinen, bunten, internationalen Pilgerschar saßen wir in Puente la Reina zum Essen. Wir einigten uns auf Tapas. Der Spanier in der Runde übernahm die Bestellung. Letztlich kam wohl alles auf den Tisch, was der Kühlschrank an Vorräten so hergab. Es war wirklich lecker und mit der Zeit wurden die hungrigen Pilger satt. Es war ein super schöner Abend, der erst gegen 23 Uhr enden wollte, was für Pilger schon recht spät ist. ;-)
Am heutigen Tag ging ich gegen 7:45 Uhr los. Die Sonne ging gerade auf. Wie sich später herausstellen sollte, schon etwas zu spät, da die Sonne die Temperaturen schnell steigen ließ.
Auf dem Weg traf ich, nach einem heftigen Steilstück, dann auf Angela. Von nun an gingen wir gemeinsam. O.k. das Tempo war ganz schön hoch, aber welcher Mann gibt schon freiwillig zu, dass er schwächelt? ;-) Nein, es war gut, dass wir etwas schneller gegangen sind, denn die Hitze wurde immer heftiger.
Heute mussten wir auch ein Stück an der Straße entlanggehen. Dieses kurze Teilstück war aber durch Leitplanken sehr gut gesichert.
Der Blick für die schöne Landschaft wurde mit der Zeit leider immer schwerer. Zu häufig war der Blick gesenkt, was der zunehmenden Erschöpfung geschuldet war.
In den Dörfern wurde jede Flüssigkeits-Auffüll-Möglichkeit genutzt. Über den heutigen Weg verteilt habe ich sicherlich zwischen 4 und 5 Liter getrunken, um dem Verlust entgegen zu wirken. Oh je … die große Hitze wird noch kommen! Nun ja, nützt ja nix, weiter geht’s. Leider auch immer wieder rauf und runter.
Auch die Radfahrer haben heute wieder einmal zur Unbeliebtheit beigetragen, in dem sie die Pilger von der Piste klingeln wollten. Nicht immer waren sie damit erfolgreich. Zu häufig war wohl das Hörvermögen der Pilger eingeschränkt. ;-)
Gegen 14 Uhr waren wir in Estrella. Hier steuerten wir die Jugendherberge mit 4 Bett-Zimmer an. Wir hatten Glück. Zusammen mit zwei kölnern, Andi und Werner, hatten wir ein großes abschließbares Zimmer.
Heute Abend wird gekocht!
Erkenntnis des Tages: „Boa, wat is dat schweine Heiß!“