Bedingt durch das nette Hotelzimmer und die heutige relativ kurze Etappe, bin ich erst um 8:30 Uhr gestartet. Auf dem Weg heraus aus der Stadt, habe ich zufällig Louis und Simon getroffen. Beide werden einen weiteren Tag in León verbringen. Erneut erfolgte eine herzliche Verabschiedung, da die Beiden von nun an einen Tag hinter mir sein werden.
Noch in León legte ich einen Frühstücksstopp ein. Es gab ein leckeres Bocadillo mit Schinken und Käse, dazu der übliche Café con Leche. Anschließen noch schnell eine Flasche Wasser gekauft und schon war ich wirklich unterwegs.
Der Weg heraus aus León war nicht wirklich schön. Zunächst ging es durch ein Wohnviertel und dann durch ein Industriegelände. Kaum merkbar ging León in die nächste Ortschaft über. In La Virgen del Camino galt es dann, die Alternativroute nicht zu verpassen. Die alternative Routenführung ist die schönere Route und führt nicht die ganze Zeit an der Straße entlang, sondern durch das Grüne. Es war jedoch, wegen der nicht ganz eindeutigen Kennzeichnung, nicht ganz so einfach, auf Anhieb, den richtigen Weg zu finden. Wer sich für die Alternativroute entscheidet, der trifft eine Entscheidung für 2 Tage, da eine Rückkehr auf die übliche Strecke erst wieder ab Astorga möglich ist.
| nicht wirklich eindeutige Markierungen |
In La Virgen del Camino traf ich Felicia aus Holland wieder, die ich gestern auf Simons Party kennengelernt hatte. Wir gingen zunächst gemeinsam weiter und mussten gleich zweimal eine Autobahn überqueren. Hmmm, bisher war das nix mit einen schöneren Route … obwohl … wer weiß, wie die normale Route aussah.
Obwohl Felicia betonte, dass sie nicht so schnell gehen wollte, gingen wir relativ schnell! Dabei hatten recht viel Spaß daran, andere zu überholen. Bei jeder Überholung scherzten wir, dass wir hierdurch einen Schlafplatz, auch ohne Reservierung, näher kamen. Ganz nebenbei kamen wir hierdurch recht zügig voran.
Bisher war die Alternativroute allerdings nicht so schön, wie in den Tagen zuvor. Leider führte die Route diesmal zum Teil an einer wenig befahrenen Straße entlang. Zudem mussten wir zum Teil auf Asphalt gehen und das fühlt sich nun mal nicht so gut an. Da die Etappe heute jedoch nicht so lang war, war es o.k.!
Gegen 14:15 Uhr erreichten wir Villar de Mazarife. Felicia entschied sich für die Herberge kurz hinter dem Ortseingang, da dort ein vegetarisches Menü angeboten wird und ich für zweite Herberge mit Pool, wobei der Pool gerade mal kein Wasser hatte. Egal … duschen, Wäsche waschen, relaxen!
| ein Rastplatz kurz vor Mazarife |
| Villa de Mazarife |
| relaxen |
Zum Abendessen traf ich die beiden hawaiianischen Schwester wieder, zu dem war noch ein Irischer Fußballbegeisterter dabei, der nur für Spiele der 1. und 2. Liga nach Deutschland fliegt. Auch gehörte eine Amerikanerin und eine Polin zur bunten Truppe. Ich will an dieser Stelle mal anmerken, dass ich der jüngste am Tisch war! Also, etwas „ausgealtert“, aber dafür wirklich sehr lustig unsere Runde! Nebenbei war das Essen auch wirklich gut. Anschließend ging es zu Bett. Morgen geht es knapp 30 Kilometer bis Astorga.
Erkenntnis des Tages: „Lustige und gesellige Runden entstehen, meist durch Zufall!“