Donnerstag, 29. September 2016

31. Etappe - Portos

25,3  km:  Mercadoiro, Portomarin, Gonzar, Hospital da Cruz, Ventas de Narón, Ligonde, Airexe, Portos

Die Nacht war um 7:30 Uhr zu Ende, da es erst um 8 Uhr Frühstück gab. Bis alles wieder im Rucksack verstaut und das Frühstück verspeist war, verging noch etwas Zeit, so dass ich erst gegen 8:40 Uhr los kam. Heute waren wir zu fünft unterwegs. Neben Diana und mir, waren auch Sophie und Heidi, sowie Martin mit dabei. Diana kannte Heidi und Sophie bereits länger. Ich kannte die Beiden seit einigen Tagen. Martin hatte ich erstmalig in Ponferrada getroffen, als ich ihn nach dem Weg gefragt hatte. Seine Antwort war seiner Zeit sehr einsilbig und zudem wenig „hilfreich“ … Originalton: ‚da werden schon noch Pfeile kommen …‘, so dass ich davon ausging, dass er gerne allein gehen wollte. Zwischenzeitlich hatten wir alle jedoch sehr viel Spaß zusammen. Es passt insgesamt wohl sehr gut, so dass wir heute auch die selbe Herberge ansteuern werden.

So waren wir heute also zusammen auf den Weg nach Portos.

Martin, Heidi, Sophie, Diana, ich (v.r.)
Als wir losgingen hingen die Nebelschwaden noch im Tal um Portomarín und erzeugten eine ganz besondere morgendliche Atmosphäre. Märchenhaft hielten sich die Wolken im Tal. 
Die Sonne versuchte den Nebel aufzulösen, aber viel zu dicht waren die Schwaden, damit dies auf Anhieb gelang. Minütlich wechselte die Szenerie. Immer mehr war zu erkennen, aber dennoch blieb der Wolkenschleicher hartnäckig im Tal verankert.
Als wir Portomarin näher kamen, erkannten wir erst den Grund, für dieses besondere Schauspiel. Ein Fluss schlängelte sich durch das Tal und verursachte wohl den Nebel bzw. die Wolken. Über den Fluss führte eine gigantische Brücke direkt in die Stadt. Wir legten eine Pause ein. Aßen etwas, sammelten in der Kirche einen Stempel und verließen die Stadt über eine weitere Brücke.
Brücke vor Portomarin


da gehts lang
Der Weg stieg wieder einmal an und verlief durch einen Wald. Da der Wald natürlich ausreichend Schatten spendete, die Luft aber dennoch sehr schwül war, kamen wir zwar nicht sonderlich schnell voran, aber das wollten wir ja auch nicht.

Die Landschaft wechselte, nachdem wir den Wald verlassen hatten. Es wurde wieder offener und erneut konnte man weite Blicke genießen. Der Weg selbst ließ sich sehr gut gehen. Waldboden und Schotterpisten, sind hierbei einfacher als Asphalt zu laufen.

In Gonzar legten wir eine Mittagspause ein. Es waren nun ca. 13 ½ von 25,3 Kilometern geschafft, also ca. Halbzeit für heute.
Frisch gestärkt zogen wir gegen 14:15 Uhr weiter. Wir kamen durch kleinere Dörfer in denen immer wieder die Mais-Speicher zum Stadtbild dazugehörten. Jene Speicher, in denen die Maiskolben trocknen können und aufgrund der Konstruktion vor Ratten und Mäusen geschützt sind.
Das letzte Teilstück führte zwar entlang der Straße, war aber gut zugehen, da an diesem späten Nachmittag kaum Fahrzeuge fuhren.
Sophie, Martin, Diana, ich, Heidi (v.l.)
Gegen 17:40 Uhr kamen wir nach entspannten 9 Stunden in der Herberge an. Superfreundlich wurde uns alles gezeigt. Gegen 19 Uhr war ein gemeinsames Abendessen mit einer Suppe, Fleisch mit Spinat und Kartoffeln, einem Salat und einem Schokopudding. Sehr leckere Hausmannskost von den bisher freundlichsten Gastgebern in einer privaten Herberge! Großes Kompliment! Hier stimmt alles! … äh … bis darauf, dass es hier kein Handyempfang gibt und dass das WLan extrem langsam ist. Eine Oase der Ruhe!

Erkenntnis des Tages: „Man kann mit Freundlichkeit große Zufriedenheit erreichen!“