Wir hatten gestern Glück, dass wir zur viert, ein 4-Bett-Zimmer bekamen. Nach dem Essen hatten wir hierdurch eine erholsame Nacht.
Da Tabea und Damian heute nur bis Sahagún gehen wollten, Louis und ich jedoch bis Calzadulla de los Hermanillos mussten wir uns schweren Herzens verabschieden. Wir werden jedoch in Kontakt bleiben und uns wohl auch, spätestens in Santiago wiedersehen.
Also Euch Zweien: Alles Gute und eine schöne Zeit! Es war wirklich schön Euch kennengelernt zu haben!
Also Euch Zweien: Alles Gute und eine schöne Zeit! Es war wirklich schön Euch kennengelernt zu haben!
Louis und ich machten uns gegen 6:40 Uhr auf den Weg. Es war noch dunkel. Es war kühl. Es ging so gut wie kein Wind. Nach 3,3 Kilometern kehrten wir in Moratinos zum Frühstücken ein. So gestärkt ging es dann weiter in Richtung Sahagún.
Noch war der Vollmond in unserer Blickrichtung zu sehen, aber schon nach kurzer Zeit ging in unserem Rücken die Sonne auf. Bis die Sonne jedoch eine wärmende Wirkung erzielen konnte, sollte noch etwas Zeit vergehen.
| Morgenstimmung mit Mond |
| Moratinos |
| ... ohne Worte |
In der Höhe von San Nicolás stand wieder einmal ein Denkmal, dass an die Herrschaft der Templer erinnern sollte. Zugleich soll dieses Tor die Stelle markieren, die die Hälfte des Weges bezeichnet. Hmm … die Hälfte, hatten wir doch bereits gestern??? Egal … weiter geht’s! Auf jeden Fall traf ich hier auf Günter aus Deutschland, der in der Schweiz lebt und arbeitet. Wir gingen den restlichen Weg zusammen und auch Louis schloss zu diesem Zeitpunkt wieder zu uns auf.
| San Nicolás |
| "Zwillinge" |
Nur wenig weiter in Sahagún findet sich ein weiteres Denkmal, dass das „Centro del Camino“ markiert, also ebenfalls die Hälfte des Weges!??? Also, gestern hatten wir die Hälfte der Weges überschritten und heute wird an zwei Stellen behauptet, dass dort die Hälfte des Weges sei … Die Erklärung ist simpel, die Spanier rechnen den französischen Teil nicht dazu, sondern nur ab Rocesvalles, so dass sich hierdurch Verschiebungen ergeben. Nun ja, dadurch ist der Ort Sahagún auch um eine Attraktion reicher. ;-) Mag halt jeder rechnen wie er will.
| "Centro del Camino" |
| Sahagún |
Hinter Sahagún wechselten wir auf die schönere und nicht so frequentierte Alternativroute. In Höhe der Autobahnüberführung teilte sich der Weg, so dass wir von nun an fast alleine unterwegs waren.
Der Weg führte wieder an zahlreichen Felder vorbei und dann auch über Eisenbahnlinie. Weit und breit war kaum ein Mensch zu erahnen, nur Gorden und Carol, ein älteres Paar aus Nova Scotia (Kanada), die wir heute bei jeder Rast und auch bereits Tage zuvor getroffen haben, waren unsere Wegbegleiter.
| oh ... Schafe zählen: 1, 2, 3, .... zzzzzz |
| Calzada Romana |
Gegen 14:20 Uhr erreichten wir dann die einladende und sehr saubere Herberge in Calzadilla de los Hermanillos.
Erkenntnis des Tages: „Kaum muss man sich von seinen Wegbegleitern trennen, tauchen neue Wegbegleiter auf. Der Weg sorgt immer wieder für neue Begegnungen!"